#1

When I lost all hope you showed me friendship

in Freunde | Feinde 05.01.2018 22:45
von Riley Max Jones | 383 Beiträge


» Vor- & Nachname: Riley Max Jones
» Alter & Geburtstag: 21 & 31.12.1996
» Beruf: Schulabbrecher
» Gesellschaftlicher Rang: Mittelschicht
» Avatar: Dylan Sprayberry

» Charakter:
intelligent • abenteuerlustig • witzig • kleiner Macho • chaotisch • neigt manchmal zu Wutausbrüchen




» Storyline:
In einer stürmischen Nacht am Silvesterabend erblickte ich in Fort William, Schottland das Licht der Welt. Schade, dass man sich seine Eltern nicht aussuchen konnte, denn das hätte ich mit Sicherheit getan und mich für jemand anderen entschieden. Man sollte mich nicht falsch verstehen. Meine Eltern haben versucht, mir immer alles zu ermöglichen und in meinen ersten Jahren war auch alles perfekt, bis auf die Tatsache, dass wir nie viel Geld hatten. Aber damals hatte ich es nicht darauf angelegt. Doch diese ewigen Streitigkeiten zwischen ihnen gingen mir immer tierisch auf die Nerven. Natürlich war ich damals noch jung, aber dachten sie wirklich, dass ich das nicht mitbekomme? Oft saß ich wach in meinem Zimmer, hatte die Knie an die Brust gezogen und lauschte den lauten Gesprächen meiner Eltern. Sie stritten sich nie vor mir, aber ob es besser war, sich stattdessen aus dem Weg zu gehen, wusste ich nicht.
Irgendwann entschlossen sich die beiden dazu, sich zu trennen. Meine Mom war zu diesem Zeitpunkt gerade schwanger mit meiner kleinen Schwester. Ein Wunder, dass sie überhaupt noch zwischen den ganzen Streitereien in der Lage dazu waren, ein zweites Kind zu zeugen.
Irgendwann erzählte meine Mom mir beiläufig, dass mein Dad in die Staaten abgehauen war. Außer eine Karte zum Geburtstag und an Weihnachten war von ihm nicht länger drin. Er hielt es offenbar einfach nicht für nötig, sich um seine Kinder, von denen er eines sogar nicht einmal kennengelernt hatte, zu kümmern. Und mit der Zeit wurde es mir auch zunehmend egal. Sollte er sein neues Leben einfach genießen.
Meine Mom lernte in der Zwischenzeit einen neuen Mann kennen, damals war ich 10. Sie hatte nur noch Augen für ihn und ich kümmerte mich zum größten Teil um meine kleine Schwester.
Mit 12 artete alles ziemlich schnell aus als ich anfing mit irgendwelchen älteren Typen abzuhängen, die meine Familie ersetzten. Vielleicht wusste ich innerlich auch, dass sie mir keineswegs gut taten. Aber was hatte ich schon anderes zu verlieren? Meine Noten rasten mit Schallgeschwindigkeit in den Keller und meine kleine Schwester war die einzige, die mitbekam, dass ich mich nachts hin und wieder aus dem Haus schlich. Das hatte sie jedoch nur mitbekommen, als sie wieder einmal in mein Zimmer kam, wie so oft, wenn sie von Alpträumen verfolgt wurde. Obwohl sie damals gerade erst 7 Jahre alt war, sah ich ihr an, dass sie sich Sorgen machte, die ich ihr jedoch nicht nehmen konnte.
Als ich 15 war, brachte ich gegenüber meiner Mom und ihrem Macker das Fass wohl zum überlaufen, als eines abends die Polizei mit mir gemeinsam auf der Türschwelle auftauchte und meiner Mom brühwarm erzählte, dass sie mich und einige andere Jugendliche bei einem illegalen Autorennen erwischten. Ich war 15 und hatte natürlich noch keinen Führerschein.
Und dieser Abend sollte nicht ohne Nachspiel bleiben. Einvernehmlich entschieden sich meine Mom und ihr Freund, der wie ein überbesorgter Vater tat, aber mich im Grunde nicht ausstehen konnte, mich zu meinem Erzeuger zu schicken. Würg! Ich war dabei, abzuhauen, doch meine Schwester hielt mich zurück und überredete mich, zu tun, was unsere 'Eltern' verlangten. Also saß ich schon zwei Tage später in einem Flugzeug nach Orlando. Eigentlich klang Orlando nicht übel, zumindest wenn es sich um eine andere Situation gehandelt hätte.
Erst als ich bei meinem Dad nach einem stundenlangen Flug endlich ankam, erfuhr ich von seiner neuen Frau und ihrer Tochter. Ich hatte es mir wirklich schlimm vorgestellt, aber so schlimm? Was erwarteten meine Eltern? Dass ich in diesem Zustand auf einmal meine Einstellung änderte? Die einzige, für die ich wohl bereit dazu wäre, mich zurückzuhalten, war meine kleine Schwester und deshalb nervte es mich umso mehr, dass ich sie allein ließ und hatte es mir zur Aufgabe gemacht, so schnell wie möglich zurück nach Schottland zu kehren.
Doch wie man sieht, bin ich auch heute, fünf Jahre später, in Orlando. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich mich auch an diese ganzen Umstände gewöhnt hatte. Im Gegenteil. Ich lebte einfach nur noch so vor mich hin. Während mein Dad mit seiner neuen Frau und ihrer Tochter ein Bilderbuchleben führten und des Weiteren nun noch ein weiteres Kind auf dem Weg war, kapselte ich mich von ihnen ab und wollte mich nicht an diesem Familienleben beteiligen.
Während ich bei meiner Mom ein mieses Leben in Armut führte, ging es mir bei meinem Dad recht gut und es fehlte mir an nichts. Und ich würde lügen, wenn ich behauptete, dass er sich nicht bemühte, die verlorenen Jahre wieder aufzuholen. Aber was dachte er bitte? Ich konnte nicht einfach so tun, als hätte er uns damals nicht im Stich gelassen. Es war einfach zu viel geschehen und es hatte ihn nicht einmal interessiert, was aus seinen Kindern wurde. Stattdessen baute er sich ein neues Leben in diesem Luxus auf! Nein, ich war wirklich durch mit ihm.
Und wenn meine Eltern glaubten, ich hätte mich zum Besseren verändert, dann irrten sie sich. Denn auch hier gab es üble Typen mit denen ich mich gerne abgab. Illegale Autorennen und Partys schienen da noch die Kleinigkeit zu sein. Gerne legte ich mich auch mit den Polizisten an und geriet in Schlägereien. Ich blieb immer öfter die Nächte über weg und kam manchmal sogar Tagelang nicht nach Hause. Anfangs hatten sie noch getan als würde es sie kümmern und sie sich Sorgen machen, doch inzwischen hatten sie sich mit meinem Verhalten abgefunden. Und ja, langsam glaube ich sogar, dass sie es inzwischen bereuten, mich bei sich aufgenommen zu haben.
Was ich mir von meiner Zukunft erhoffe? Wahrscheinlich nicht allzu viel. Ich denke heute nicht an morgen schon und lebe einfach in den Tag hinein. Aber wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann wäre es wohl der, endlich wieder eine intakte Familie zu haben. Verraten würde ich diesen Wunsch jedoch wohl noch nicht einmal, wenn man mich foltern würde.
Ansonsten habe ich einfach noch keine Perspektive. Ich hab keine Ahnung, wo ich hin will und was irgendwann aus mir werden wird. Wenn ich so weitermache, glaube ich, ende ich irgendwann noch komplett auf der Straße und es wird niemand da sein, um mich aufzufangen, wenn ich gefallen bin. Na und? Ich habe damals niemanden gebraucht und kam immer sehr gut alleine klar, hab mir immer alles alleine und hart erarbeitet, dann brauch ich auch heute niemanden. Ich werde schon irgendwie meinen Weg gehen, wie auch immer dieser aussehen wird.


» Schreibprobe:
Ich verdrehte die Augen, grinste allerdings. „Ich bin charmant, nur nervige kleine Schwestern bekommen das nicht allzu häufig von mir zu sehen“, konterte ich, noch amüsiert. Doch diese Stimmung schlug ziemlich schnell um. Eine gewisse Spannung lud sich in der Luft auf und dabei konnte ich noch nicht einmal so genau sagen, weshalb ich mich für einen kurzen Moment zurückzog. Eigentlich sollte ich mich vielmehr darüber freuen, dass Cat nun hier war. Und das tat ich auch. Wirklich. Aber ich war mir nicht sicher, ob sich das alles so einrichten ließ, wie sie sich das vorstellte und ich wollte ihr nur ungern Hoffnungen machen. Als ob Dad sie hier haben wollte. Im Grunde hatten wir auch noch nie wirklich über Cat gesprochen, weil ich wusste, dass er das nicht wollte. Wahrscheinlich hatte er sogar schon längst vergessen oder zumindest verdrängt, dass er auch noch eine Tochter hatte.
Klar, wahrscheinlich sollte ich das ganze ein bisschen optimistischer betrachten, zumal ich noch nicht einmal genau wusste, wie die Reaktion in dieser Familie genau ausfiel. Wahrscheinlich würde seine tolle Frau, die ich immer noch nicht als meine Stiefmom ansah, es super toll finden, meine Schwester endlich kennenzulernen und bevor ein Streit oder irgendwelche Diskussionen ausbrachen, würde sie zwischen uns schlichten und meinen, dass wir in diesem Haus genug Platz und Gästezimmer besaßen, sodass Cat hier bleiben konnte so lange sie wollte. Aber ich wusste es besser: Nur nach außen hin setzte sie eine freundliche Miene auf. Innerlich wünschte sie, nicht noch so ein Balg wie mich durchfüttern zu müssen, weil Cat in ihren Augen auch nicht besser war als ich und sicherlich noch für Ärger sorgte. Aber sie war zu höflich, um das auch wirklich auszusprechen. Ihre Tochter @Emilia Jones hingegen hätte keinerlei Problem damit, auch laut auszusprechen, was sie über mich und zwingend auch über meine Schwester dachte.
Wie sollten wir es somit schon hinbekommen, dass sie hier bleiben konnten? Das grenzte beinahe an eine Tat, die unmöglich zu bewerkstelligen war.

Doch nun ließ ich mir erst einmal Zeit unter der Dusche und hoffte, dass Ally dabei immer noch hier sein würde, wenn ich zurückkam und Cat sie nicht bereits in die Flucht schlug. Das lauwarme, fast kalte Wasser rann meinen Körper hinab und deutlich spürte ich, wie sich meine Muskeln allmählich wieder entspannten. Ich schloss meine Augen, um den leichten Schwindel zurückzudrängen, während ich darüber nachdachte, was in den vergangenen Tagen bei mir so heftig war, dass ich mich plötzlich einfach nur nach etwas Ruhe sehnte. Eigentlich war ich nie ernst und nachdenklich. Ich überspielte jegliche Zweifel immer mit einem lässigen Spruch.
Vielleicht war das aber sogar ein Zeichen dafür, dass auch ich mich allmählich veränderte. Aber im Moment sehnte ich mich nicht gerade nach einer Veränderung. Bislang lief alles genauso gut, wie es eben auch sollte.

Ich konnte nicht sagen, wie lange ich unter dem Strahl stand. Aber es waren sicherlich einige Minuten inzwischen vergangen, als ich mich dazu entschloss, dass es wieder an der Zeit war, nach unten zu gehen. Nicht, dass die Mädels sich noch Gedanken machten.
Nachdem ich aus der Dusche gestiegen und mich abgetrocknet hatte, wickelte ich mir das Handtuch um die Hüfte und warf einen kurzen Blick in den Spiegel. Eine für mich untypische Blässe legte sich auf mein Gesicht, doch darüber machte ich mir keine Sorgen. Also verschwand ich in meinem Zimmer, um mir frische Klamotten anzuziehen und diesmal sogar mit T-Shirt. Keine Ahnung, warum alle mich immer darauf ansprachen, dass ich Zuhause ohne Shirt herumlief. Aber offenbar war das für die meisten nicht ganz so normal. Gut, in Schottland herrschte nicht annähernd so gutes Wetter, um das auch dort zu machen, daher kannte Cat das von mir auch nicht unbedingt.

Und damit kehrte so also in die Küche zurück. Meine Haaren waren immer noch nass und vereinzelt tropfte hier und da das Wasser von den Spitzen. „Sorry, hat länger gedauert“, meinte ich so locker wie eh und je und setzte mich zurück auf meinen Platz, wo ich direkt auch schon weiter aß, als wäre nichts gewesen. Dabei sagte ich nichts weiter und kämpfte immer noch gegen diesen dämlichen Schwindel ankämpfte.




» Vor- & Nachname: im Play wirst du Samira genannt - ist dir aber freigestellt, wie du dich nennen magst
» Alter & Geburtsjahr: 18/19 & 1998/1999
» Beruf: Studentin
» Gesellschaftlicher Rang: Oberschicht
» Beziehung zum Sucher: Beste Freundin
» Avatar Vorschlag: Victoria Moroles (sehr ungern verhandelbar)

» Gemeinsame Geschichte:
Wir lernten uns in den ersten Tagen/Wochen meines Aufenthalts in Orlando kennen. Ich wollte eigentlich mit niemanden etwas zu tun haben, aber das hinderte dich nicht daran, immer wieder zu versuchen, an mich heranzukommen. Da wir Nachbarn sind, sahen wir uns ohnehin häufiger. Und deine Hartnäckigkeit hat sich irgendwann auch bezahlt gemacht.

» Probepost:
[X] Ich hätte gerne einen Post aus der Sicht des Charakters
[] Mir reicht ein alter Post
[] Ich brauche keinen Probepost
[] Ich würde gerne ein Probeplay machen

» Notiz am Rande:
Ich wünsche mir einfach nur jemanden, der nicht gleich wieder in der Versenkung verschwindet und einfach jemanden, mit dem man evtl. auch ganz viele interessante Ideen in unsere Story einbringen kann, sodass wir keinerlei Chancen haben, Langeweile aufkommen zu lassen ^^ 24/7 Aktivität ist natürlich nicht vorgesehen und RL geht immer vor, aber ich wünsche mir, dass du einfach Bescheid sagst, wenn du mal für längere Zeit nicht online kommen kannst - mehr verlang ich schon nicht und bin zudem noch relativ pflegeleicht xD

gerne auch intern zu vergeben

Ich freu mich schon auf dich, bis hoffentlich ganz bald


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