#1

Büro

in P&M Publishing 20.04.2017 18:37
von Rachel Zane | 2.179 Beiträge

Look beyond my face and love me,

I'm not the good girl you should know.


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#2

RE: Büro

in P&M Publishing 20.04.2017 19:16
von Calla Winchester (gelöscht)
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1. Post




Inmitten unzähliger Papierstapel saß ich an meinem neuen Schreibtisch und wünschte mir nichts sehnlicher als eine Dose Kopfschmerztabletten...
Es war meine zweite Woche im P&M Publishing und ich stand jetzt schon kurz vor einem Nervenzusammenbruch... In den letzten beiden Wochen hatte ich unzählige Autoren getroffen. Ob unbekannt oder regelmäßig in den Bestsellerlisten vertreten.
Und heute sollte wieder jemand hierher kommen. Alex James.
Ich war in meinem gesamten Leben kein wirklicher Krimi-Fan, doch als meine beste Freundin Holly mir eines ihrer Bücher in die Hand drückte und mich dazu zwang, es zu lesen, entwickelte ich eine kleine Liebe zu der jungen Autorin. Das Buch "Im Schatten der Bäume" war das damals und es war bis heute noch mein absolutes Lieblingsbuch von ihr.
Und heute sollte sie hierher kommen, um mit meinem Vorgesetzten über die Veröffentlichung ihres neuen Buches zu reden...
Nicht schwer vorzustellen, wie es in mir zuging... Den gesamten Tag hatte ich an kaum etwas anderes denken können, bemühte mich, alle Unterlagen, welche mein Vorgesetzter brauchte, zusammen zu haben und auch ja nur alles wissenswerte über die Autorin herauszufinden, um ein Fopa zu vermeiden.
Doch das stellte sich als gar nicht so einfach heraus... Es gab im Internet und in den Verlags-Unterlagen kaum Informationen zu der Autorin und auch in den Sozialen Medien hielt sie sich bedeckt.
Je mehr Zeit verging, desto mehr setzte ich mich selbst unter Druck... Deshalb auch die Kopfschmerztabletten.
Stöhnend legte ich meinen Kopf auf den Schreibtisch und atmete tief ein und aus.
So sehr ich mich auch freute, Alex kennenzulernen, wünschte ich mir den Feierabend doch umso mehr herbei, einfach um endlich diese Anspannung loszuwerden und es hinter mir zu haben.
Ich hatte schon immer ein ziemliches Problem mit Nervosität, was mir vor allem auf Kopf und Magen schlug... Dieser war schon seit heute Morgen am rumzicken, sodass ich mir bereits eine Vomex hatte einschmeißen müssen, nur um danach eine gefühlte Kanne Kaffee trinken zu müssen, da mir entfallen war, dass Vomex nicht nur Magenbeschwerden linderte sondern auch ein Beruhigungsmittel war...
"Mrs Winchester, was in dreiteufels Namen machen sie da?", erklang hinter mir eine Stimme, die mich hochfahren ließ.
Mein Vorgesetzter stand hinter mir und sah mich mit belustigt hochgezogenen Augenbrauen an.
Oh man... Wenn das nicht mal ein super Eindruck war. Ich konnte die kommenden fünf einhalb Monate kaum erwarten...
"Verzeichen sie, Sir...", ich setzte alles auf Ehrlichkeit und zuckte mit den Schultern. "Die Vorstellung, Alex James zu treffen, setzt mir ein bisschen zu.". Viel mehr konnte ich den Eindruck, welchen ich erweckte ja nun auch nicht verschlimmern.
Mein Vorgesetzter sah mich verwirrt an und schüttelte den Kopf. "Ich fürchte, da haben sie etwas missverstanden, Mrs Winchester. Alex James kommt nur in den seltensten Notfällen selbst in den Verlag.", sein Blick huschte zu dem Papierstapel auf meinem Schreibtisch. "Heute kommt lediglich ihre Assistentin, um die Informationen für die Veröffentlichung abzuholen."
Und gerade, als er dies sagte, öffnete sich der Fahrstuhl der Etage mit einem lauten "Pling".





@Faith Andrews


zuletzt bearbeitet 21.04.2017 09:28 | nach oben springen

#3

RE: Büro

in P&M Publishing 21.04.2017 10:48
von Faith Andrews (gelöscht)
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CF: Starbucks

Faith hatte sich gefreut, dass sie immerhin nicht mehr zu den monatlichen Meetings musste, bei denen sie Mischa kennen gelernt hatte. Nicht, dass er der ausschlaggebende Punkt war doch sie hatte das ganze für absolut überflüssig gehalten, denn am Telefon konnte sie genauso gut teilnehmen und vor allem würde man dann auch sagen können, das Alex James höchststelbst den Meetings beiwohnte und nicht ihre vermeindliche Assistentin. Da sie aber gerade dabei war ihr neues Buch zu schreiben und einen Termin im Verlag hatte um eine Details zu besprechen wie das Buchcover, die Widmung und ähnliches kam sie am Ende nicht umhin persönlich hier aufzulaufen. Also hatte sie nachgegeben und James hatte sie genötigt noch in der gleichen Woche das Bürogebäude aufzusuchen, in dem die Räumlichkeiten des Verlags eingemietet waren. Vor dem Geböude holte sie noch einmal tief Luft und betrat dann das Forye, steuerte zielsicher auf den Aufzug zu und hoffte, dass sie nicht wie üblich stolpern würde. Wohlweißlich hatte sie den Kaffee weg gelassen. Im Aufzug drückte sie den entsprechenden Knopf und fuhr in das 14 Stockwerk. Der Ausblick hier war wirklich grandios und sie liebte es hier am Fenster zu stehen und die Gedanken schweifen zu lassen, doch heute würde sie sich nicht, wie so oft, an dem Anblick ergötzen wollen. Als würde es die Fahrt beschleunigen blickte sie die Decke des Aufzugs an und setzte ein Lächeln auf, als sie die Etage erreichte.

Die Türen glitten auf und sie trat aus der Kabine, nicht ohne mit dem Schuh doch an der winzigen Kante hängen zu bleiben und kurz ins straucheln zu geraten. Augenblicklich ging ein amüsiertes Raunen durch den Empfangsbereich und Faith wurde rot. Das war ja mal wieder ein klasse start hier. Würde sie es wirgendwann einmal schaffen den Verlag zu betreten und zu verlassen ohne das alle Welt wusste, dass sie hier war, weil sie entweder Kaffee auf Leute schüttet, gegen Säulen lief oder sich auf die Nase legte? Langsam gab die junge Frau die Hoffnung auf. Sie atmete durch, als ihr Blick James fand, der neben einer dunkelhaarigen Frau stand, die Faith - zumindest Bewusst - noch nie hier gesehen hatte. Nach wenigen Schritten stand sie vor dem groß gewachsenen Mann, mit dem sie den Termin hatte "James." begrüßte sie ihn freundlich und ihr gegenüber nickte nur "Faith" anwortete er und brummte etwas seltsames. Nach dem letzten Meeting, in dem er ihr und dem Mann, den sie in Vegas im Suff geheiratet hatte, flirterei unterstellt hatte, waren sie sich nicht noch einmal begegnet. Natürlich hatte sie die Schlagzeile gelesen, die BUSTED erst vor wenigen Tagen veröffentlich hatte. Sie fragte sich wirklich, wer diese Info an die Presse ausgeplaudert hatte, doch sie war froh, das sie noch nicht wussten, dass sie die Frau war, die Mischa Ivanov geehelicht hatte. Das ganze war schon verfahren genug und sie brauchte wirklich keinen Rummel um ihre Person. Das war ja auch der Grund, warum sie sich hinter einem Pseudonym versteckte. Die blau-grünen Augen der 23 jährigen wanderten zu @Calla Winchester , der sie ein freundlichen Lächeln schenkte "Faith Andrews." stellte sie sich vor "Assistentin von Alex James" während sie sprach streckte sie ihr eine Hand zur Begrüßung entgegen. Das Calla eine Praktikantin war ahnte sie schon. Es war nicht selten, dass der Verlag Studenten unterstützte und ihnen die Möglichkeit bot sich hier das erste mal mit der Verlagswelt rum zu schlagen. Sie selbst hatte hier ein Praktikum absolviert und danach angefangen ihr erstes Buch von P&M Publishing verlegen zu lassen.


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#4

RE: Büro

in P&M Publishing 21.04.2017 13:56
von Calla Winchester (gelöscht)
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Noch die Nachricht verdauend, dass ich mich umsonst verrückt gemacht hatte, schoss mein Blick zu der sich öffnenden Fahrstuhltür, nur um sich dann erstaunt zu weiten.
Heraus kam eine junge Frau in meinem alter, vielleicht ein wenig jünger. Sie wirkte viel zu jung, um die Assistentin von irgendjemanden zu sein. Vielmehr sah ich sie in der Uni.
Ein unterdrücktes Lachen ging durch den Raum, als die junge Frau aus dem Aufzug stolperte, was denjenigen, die lachten, von mir sofort einen scharfen Blick einbrachte. Nicht, dass es die Leute interessierte. Ich war ja schließlich nur die kleine Praktikantin, die ganz unten in der Nahrungskette herumkroch...
Ich konnte jedoch nicht verstehen, wieso man in so einer Situation auch noch lachen musste. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie selbst auch schonmal irgendwo gestolpert oder gegen gelaufen waren und es ihnen unangenehm war, wenn dann andere anfingen zu lachen.
Die junge Frau fing sich jedoch ganz schnell und lief mit hochrotem Kopf weiter, bis sie bei meinem Vorgesetzten und mir angekommen war.
Die beiden Tauschten einen etwas kühlen Gruß, ohne sich wirklich zu beachten, was mich sofort stutzig machte. Ob wohl in der Vergangenheit öfter etwas vorgefallen war?
Jetzt, wo sie näher bei uns stand, fiel noch extremer auf, wie jung sie war. Und doch strahlte sie eine enorme Sicherheit und Ruhe aus, welche ich nicht bei Leuten in unserem Alter zu vermuten wagte. Sie wirkte auf mich wie jemand, der wirklich schon gelebt hatte und nicht nur mit der Rosaroten Brille durch das Leben lief.
Als sich ihre hellen Augen auf mich richteten, stand ich blitzschnell auf, was vielleicht etwas zu schnell gewesen war, da mir in den letzten zwei Stunden die Beine eingeschlafen waren, sodass ich kurz schwankte und streckte ihr lächelnd die Hand entgegen.
"Hallo Faith. Ich bin Calla Winchester, die neue Praktikantin von Mr. ... Ehm James.", er hatte mir vor wenigen Tagen seinen Vornamen angeboten, was sich nach wie vor sehr komisch anfühlte.
Der eben genannte warf mir einen Blick mit hochgezogener Augenbraue zu, was mich kurz den Kopf einziehen ließ, nur um dann schnell die Unterlagen zusammen zu sammeln und in den Besprechungsraum vorzugehen, um dort alles anzurichten.




@Faith Andrews


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#5

RE: Büro

in P&M Publishing 22.04.2017 19:38
von Faith Andrews (gelöscht)
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Ach sie war es gewohnt, dass man sie ansah, wenn sie sich mal wieder tollpatschig benahm. Immerhin stolperte sie seit 23 Jahren durchs Leben, klar war es ihr unangenehm und sie wurde auch jedes Mal aufs neue Rot aber irgendwann würde sie sich wohl damit abfinden, wenn sie es nicht schon getan hatte. Ihr Alter war wohl das größte Manko und auch einer der Gründe weshalb sie unter einem Pseudonym schrieb, wer würde eine 23 jährige wie sie schon ernst nehmen? Vor allem wenn man bedachte, was ihr Leben schon für sie bereit gehalten hatte. Klar war dieser Schicksalsschlag der Beginn von all dem gewesen aber noch immer gab es Tage an denen es ihr schlecht ging, an denen sie wohl ehr eine Therapie brauchte statt den Rummel um eine Person, die Bücher schrieb, die immerhin halbwegs erfolgreich waren. Sie lebte nicht schlecht davon und es gefiel ihr, sich frei bewegen zu können.

Was da zwischen James und ihr war und nicht wahr musste Faith selbst noch raus finden, immerhin lächelte er leicht, was für ihn schon einem Ausbuch an Emotionen gleich kam, sonst war er zumeist mies drauf. Sie für ihren Teil glaubte, dass er Probleme im Privatleben hatte, doch darum würde sich die Andrews sicher nicht kümmern. "Es freut mich Sie kennen zu lernen Calla." begrüßte sie die dunkelhaarige Frau freundlich. "Ich hoffe, dass Sie viel lernen werden. Ich habe vor 2 Jahren auch ein Praktikum hier gemacht" erzählte sie ihr einfach, um das Eis ein wenig zu brechen. Im geschäftlichen Umfeld viel es ihr erstaunlich leicht mit jemandem zu reden, solange es sich um weibliche Gesprächspartner handelte. James brummte etwas unverständliches vor sich und machte beide darauf aufmerksam, dass in wenigen Minuten das Meeting angesetzt war. "Wir werden sicher pünktlich sein." versprach Faith und sah dem Griesgram nach. "Nehmen Sie ihm das auf keinen Fall übel." lächelte sie @Calla Winchester an, nachdem der Lektor das Büro verlassen hatte "Er ist an sich ganz ok, nur manchmal etwas mies gelaunt..." erzählte sie einfach, denn sie erinnerte sich an ihre ersten Tagen, an denen sie froh über jede Beachtung war. "Aber sonst sind eigentlich alle nett." zumindest war das die letzten Jahre so gewesen. Einige neue kannte die Schriftstellerin natürlich auch nicht so genau aber sie konnte sich nur schwer vorstellen, dass Calla Probleme mit jemandem hier haben würde. Immerhin legte der Verlag wert auf eine gute Atmosphäre, auch wenn Faith nicht verstand, warum James dann hier beschäftigt war. Vielleicht war er einfach zu gut in seinem Job? Sie würde es wohl niemals wirklich erfahren. Kurz warf sie einen Blick über ihre Schulter und winkte einer dunkelhäutigen, die nach ihr gerufen hatte "Missy ist eine ganz Liebe" Ok sie war sehr redselig heute "Studierst du Literatur oder Journalismus?" erkundigte sie sich dann bei ihr.


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#6

RE: Büro

in P&M Publishing 23.04.2017 12:13
von Calla Winchester (gelöscht)
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Leise lachend sah ich meinem Vorgesetzten ebenfalls nach. "Das habe ich auch schon bemerkt. Aber er macht seine Sache hier echt gut, das muss man ihm lassen.", auch wenn das Zwischenmenschliche etwas zu Wünschen übrig ließ, war es doch unglaublich spannend, James bei der Arbeit über die Schulter gucken zu dürfen. Er betrachtete die Dinge auf eine Art und Weise, wie sie mir nie in den Sinn gekommen wäre und alles nochmal deutlicher darstellte, was gerade bei den potenziellen Bestsellern eine unglaubliche Hilfe war.
"Vor zwei Jahren? Tut mir leid, wenn ich ihnen zu nahe trete, aber so sehen sie gar nicht aus.", ich hob entschuldigend die Schultern und fragte mich, wie lange sie denn dann schon für Alex James arbeitete.
Auf ihre Gegenfrage hin, lächelte ich. "Literatur. Journalismus wäre nicht unbedingt meins. Zu viele Menschenansammlungen", erleichtert, dass Faith jetzt das Du verwendete, entspannte ich mich so langsam. "Wobei mir jetzt erst so richtig klar wird, dass man hier auch mit ziemlich vielen Menschen zu tun hat.", bisher hatte ich eigentlich immer die Vorstellung, dass Lektoren alleine in ihrem Büro saßen und Gott über die Bücherwelt spielten. Dass da noch ein großes Team anderer Leute mit dazu gehörte, hatte ich nicht bedacht.

Als im Konferenzraum soweit alles angerichtet war, setzten wir drei uns an den Tisch, Faith mit ihren Unterlagen vor sich, James mit einem Notebook vor seiner Nase und ich mit einem altmodischen Collegeblock, um mir Notizen zu der Besprechung zu machen.
Das war die erste Besprechung, welcher ich beiwohnen durfte, was das alles für mich nurnoch interessanter machte. Ich hatte mich schon immer dafür interessiert, wie die Zusammenarbeit zwischen Autor (oder in diesem Fall Assistentin der Autorin) und dem Verlag abliefen. Ob der Lektor zu allem Amen sagte, was der Autor vorschlug, oder diesem auch mal Kontra gab. Wurden die schwächeren Stellen im Text besprochen, die Logikfehler und wie einigte man sich auf ein Cover?
Bei den letzten Besprechungen, bei welchen ich vorne im Büro hatte warten müssen, kam immer noch eine junge Frau mit einem Macbook dazu. Vielleicht war sie die Coverdesignerin...
Nachdem wir drei uns gesetzt hatten, wackelte ich mit den Füßen vor lauter Aufregung und in dem Bewusstsein, dass ich nun tatsächlich Teil der Besprechung von Alex James' neuem Buch sein würde.
Als erstes wurden kleinere Sachen, wie die Kapitelanzahl, das gewünschte Format und die Zusatzinformationen zur Autorin besprochen.
Dann kam die Widmung und das Nachwort, welche Faith bereits dabei hatte und James überreichte.
Während ich mir fleißig Notizen machte, redeten James und Faith über verschiedene Details des Buches, wie zum Beispiel der Spannungskurve, den Verflechtungen der Ereignisse und schlussendlich auch über die Charaktere. Ob diese auch wirklich eine gewisse Tiefe besaßen, oder einfach flache 0815 Charaktere wie aus vielen anderen Büchern waren.
Faith ging die Sache an wie ein echter Profi, was mich wahnsinnig beeindruckte. Ich wäre vermutlich schon nach zwei Minuten an einem Nervenzusammenbruch zugrunde gegangen.




@Faith Andrews


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#7

RE: Büro

in P&M Publishing 23.04.2017 14:02
von Faith Andrews (gelöscht)
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Gut, dass es nicht nur ihr so ging, sondern das auch andere das so sahen wie sie. Immerhin war sie erst 23 und hatte noch nicht so viel Menschenkenntnis. "Ich kenne beinah niemanden, der ihm das Wasser reichen kann." bestätigte sie ihr. James hatte gewiss ein bisschen Nachholbedarf was den Umgang mit den Kollegen anging aber nichts desto trotz musste sie ihm einfach den Respekt zollen was seine Kompetenz anging. Sie lachte, als @Calla Winchester meinte, dass sie zu jung aussah "Ich habe auch nur meinen Bachelor gemacht. Da ich danach das Jobangebot hatte. Vielleicht hole ich meinen Master noch nach" erklärte sie "Literatur ist ein sehr tolles Studium." seufzte sie in Erinnerung an ihre Zeit im Hörsaal. "Ganz ohne Kontakte ist das Berufsleben echt schwer aber im Verlagswesen geht es schon, wie ich finde. Ich habs auch nicht so mit vielen Menschen." gestand sie dann etwas verlegen. Seit Jack gestorben war, war der Verlag so die größte Menschenansammlung, die sie sich regelmäßig antat. "In welchem Semester bist du?" erkundigte sie sich dann noch und folgte Calla schließlich in den Meetingraum.

GT: Meetingraum


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#8

RE: Büro

in P&M Publishing 30.04.2017 17:57
von Calla Winchester (gelöscht)
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CF: Meetinraum

An meinem Schreibtisch angekommen, holte ich schnell den Terminkalender von James heraus und schlug ihn für den aktuellen Monat auf.
Sobald die Seite aufgeschlagen vor mir lag, sah ich kurz und schockiert, wie viel diese Woche noch anlag. Die Planung für einen Stand auf einer Buchmesse in nächster Zeit, morgen wäre ein Termin zur Veröffentlichung eines Jungendromanes einer weltweit bekannten Autorin und ein Meeting aller Lektoren des Verlages zur "Hauptversammlung" stand an, welche alle sechs Monate im Verlag bevorstand, immer unmittelbar vor der "Saison".
Ich schluckte kurz und warf dann Faith einen Blick zu. "Also... Wann würde es dir denn am ehesten passen?", fragte ich relativ unbeholfen.
Bisher hatte ich noch kein Gefühl dafür, einzuschätzen, wann der richtige Zeitpunkt für einen Termin mit jemanden war, da es immer zu bedenken gab, dass die Autoren teilweise nebenher noch arbeiten, sie eine menge Recherche erledigen mussten oder sonst etwas in ihrem Leben vor sich ging.
Wie sollte man da denn auch wissen, wie das am ehesten ablief?

@Faith Andrews


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#9

RE: Büro

in P&M Publishing 03.05.2017 10:41
von Faith Andrews (gelöscht)
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(nicht so wild manchmal macht die Muse eben Ferien )
Was Faith am meisten an dem Job mochte war, dass sie sich Tagelang zurückziehen konnte ohne, dass ihr jemand einen Vorwurf daraus machte. Immerhin beschäftigte sie sich dann mit Ideen und Notizen. Genauso konnte sie aber auch direkt raus gehen, sich Leute suchen mit denen sie über eine Idee sprach, Interviews vereinbaren und durch Akten wühlen, wenn es ein Buch eben erforderte. Eines der Dinge, die ihr wirklich wichtig waren, war dass sie sich Detailgetreu in einen Fall hineinarbeitete. Klar waren es oft Fälle, die durch die Medien gingen, von denen sie sich inspirieren ließ. Dann war es umso wichtiger sich mit den kleinen Details zu befassen, die ein Gerichtsmediziner in seine Unterlagen schreiben würde. Hinter so einem Buch steckte eben wirklich viel Arbeit. Sicher wusste der Verlag das auch und ermöglichte ihr deshalb so viel Freiraum, gerade weil sie ja erst kürzlich mit dem Ausstieg drohen musste um an den monatlichen Meetings, bei denen sie Mischa kennen gelernt hatte, nicht mehr teilnehmen zu müssen. Sie wohnte ja immerhin in Orlando und sollte sie wirklich Sehnsucht nach den Menschen hier haben würde sie einfach vorbei schauen. „Letztes Semester also“ sie lächelte die dunkelhaarige Praktikantin an „Und dann willst du uns hier erhalten bleiben ?“ erkundigte sie sich „Also... ich mein.“ Sie kratzte sich am Nacken „Gefällt es dir denn hier?“ wollte sie eigentlich wissen. Am Ende war es ja nicht die Entscheidung von @Calla Winchester, ob sie hier bleiben konnte. Faith wusste, dass die Politik hier zum Teil echt Haarsträubend war.

Sie kam spät ins Bett und Faith überhaupt gar nicht ins Bett zum Teil. Aber das war eine freiwillige Sache, sie wollte einfach die Energie und Gedanken nutzen die durch sie hindurchflossen, wenn sie einmal im Flow war. Ein Genie bei der Arbeit zu stören war ja gefährlich. Sicher hielt sie sich selbst nicht für ein Genie aber dennoch war sie eben eigen, was ihre Arbeit anging und der Erfolg hab ihr recht. Mit einem Lächeln stand sie an Calla’s Schreibtisch und wartete darauf, dass sie den Kalender geöffnet hatte. Das sie etwas nervös wurde sah man ihr an. Mit ihrem Lächeln versuchte sie die junge frau zu beruhigen. „Voller Kalender oder?“ lachte sie dann „Sag mir am besten, wann er Zeit hat, ich glaube das es so rum schneller geht.“ Schlug die Schrifststellerin vor, deutete auf den Kalender „Denn so wie das aussieht suchen wir sonst morgen noch nach nem Termin. Ich schieb im Zweifel einfach ein wenig.“ Während sie sprach kramte Faith nach ihrem Handy, was ihr als Terminplaner diente. „Bei mir sieht es ganz gut aus“ immerhin hatte sie sich viel frei gehalten, weil sie ja an ihrem Buch arbeitete. Alle größeren Termine legte sie sich auf Tage, an denen sie eh unterwegs war, Sport trieb oder Kira besuchte. Das musste sie auf jeden Fall bald mal wieder tun. Kurz schob sie sich neben die Praktikantin „Du erlaubst?“ eigentlich war es ja schon zu spät dafür aber sie wollte höflich sein, ihre Finger glitt gekonnt über die Tage und suchte nach einer geeigneten Lücke „Schau mal da“ lächelte sie schließlich „Das würde gehen. Mittwoch um 11:00 Uhr. Dann kann er direkt danach in die Mittagspause und zieht es nicht unnötig in die Länge.“ Sie lächelte „Und wenn du Zeit hast, kannst du ja wieder mit kommen.“ Bot sie ihr einfach mal an.


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